Version 26.10
Neue strukturierte Dosierschema für den dgMP (digital gestützten Medikationsprozess)
Neue Dosierschemata sind in Vorbereitung auf den dgMP innerhalb der ePa verfügbar. Die Spezifikation sieht folgende Möglichkeiten vor:
- Tägliche Anwendung mit Tageszeitenbezug (z. B. täglich morgens je 400 mg).
- Tägliche Anwendung mit Uhrzeitenbezug (z. B. täglich um 08:00 Uhr, je 2 Stück)
- Anwendung mit Wochentagsbezug (z. B. zweimal wöchentlich dienstags und donnerstags, je 2 Stück)
- Anwendung in wiederkehrenden Intervallen (z. B. alle 8 Tage, 1 Stück)
- Kombinationen von wiederkehrenden Intervallen mit Tageszeiten- oder Uhrzeitenbezug (z. B. 2 x alle 2 Tage: um 08:00 Uhr und 20:00 Uhr, je 1 Stück).
- Kombinationen von Wochentagen mit Tageszeiten- oder Uhrzeitenbezug (z. B. 4-mal wöchentlich: Montag und Freitag, morgens und abends, je 1 Stück).
Die unter 1. aufgeführte Dosierung ist das 4-Tages-Zeitschema, also beispielsweise 0-1-0-0, das Sie bereits kennen.
Alle weiteren Dosierungen wurden nun dem erweiterten Dosierschema hinzugefügt. Rufen Sie das erweiterte Dosierschema über den Burgerbutton hinter der Dosierung innerhalb der Verordnung auf.

Es öffnet sich die folgende Eingabemaske:

Über den Schieber legen Sie fest, ob es sich um eine vorübergehende Dosierung handelt oder ob diese unbegrenzt verabreicht werden soll. Der Standardwert ist hier "unbegrenzt".
Sowohl der dgMP als auch das eRezept erwarten zwingend die Angabe der Dosiereinheit. In den Fällen, in denen die Dosiereinheit eindeutig ist, z. B. bei Tabletten (Stück) oder Tropfen (Tropfen), wird diese vorausgefüllt. Wird eine Verordnung ausgewählt, die beispielsweise ml im Namen enthält, kann nicht vorausgewählt werden, ob die Dosiereinheit in ml oder beispielsweise in Messlöffeln angegeben werden soll. Diese Entscheidung muss eigenständig getroffen und über die Auswahl manuell gesetzt werden.
Nun können Sie festlegen, wie die Dosierung erfolgen soll. Täglich, wöchentlich, monatlich oder benutzerdefiniert in Form eines Intervalls, z. B. alle drei Tage.
Alle geforderten Dosierschemata können also von Ihnen zusammengestellt werden.
Der Button oben rechts im Fenster zeigt Ihnen stets die dgMP/eRezept-Kompatibilität an. Fehlt eine Eingabe (z. B. die Dosiereinheit) oder entspricht eine Eingabe nicht den Spezifikationen des dgMP/eRezepts, wird dies oben und direkt neben dem zu korrigierenden Feld angezeigt.

Da der BMP diese strukturierten Einträge nicht verwalten kann, werden sie als Texteintrag übernommen, sodass der BMP weiterhin kompatibel bleibt. Das erweiterte Dosierungsschema wird in der Zusatzzeile des Medikationsplans eingetragen.

Wie bei der eingeführten wöchentlichen Dosierung, bei der ein Wochentag die Zusatzzeile ersetzt, kann auch die strukturierte Eingabe der Dosierung eine von Ihnen eingegebene Zusatzzeile auf dem BMP ersetzen. Laut Anforderungskatalog zum BMP dürfen neben den wöchentlichen Dosierungen keine weiteren Angaben in der Zusatzzeile gemacht werden.
Wenn Sie also eine textuelle Dosierung über die Zusatzzeile setzen möchten (Doppelklick auf eine Verordnung im Medikationsplan), ist dies nicht in Kombination mit dem erweiterten und dem wöchentlichen Dosierungsplan möglich.
eDMP: Übertragung per KIM
Ab sofort können eDMP-Dokumentationen direkt aus T2med per KIM an die zuständige Datenannahmestelle versendet werden. Wie beim bisherigen DMP-Export ist auch hier die Einrichtung eines Zielverzeichnisses erforderlich.
Neuer Menüpunkt: eDMP-KIM-Übersicht
Der neue Vorgang "eDMP-KIM-Übersicht" steht Ihnen links im blauen Menü sowie in der Vorgangssuche zur Verfügung.

In diesem Vorgang wird eine Versandliste aller per KIM versendeten eDMP-Einsendungen angezeigt. Pro Eintrag ist auf einen Blick erkennbar – ohne die Nachricht zu öffnen:
- ob die Einsendung erfolgreich versendet wurde
- an wen und wann versendet wurde
- welche Dokumentationsbögen enthalten waren
- ob eine Quittung vorliegt
- ob die Quittung Fehler enthält

Durch Klick auf einzelne Zeilen der eDMP-Einsendungen öffnet sich unten ein Footer mit Details zu den versendeten Daten.

Status „Nicht quittiert (72h)
Sollte eine Einsendung 72 Stunden nach Versand (nur Werktage, Samstag zählt nicht mit) noch keine Quittung erhalten, wird der Eintrag mit einem roten Ausrufezeichen und Tooltip gekennzeichnet.

Manuell quittieren
Über den neuen Button "Manuell quittieren", der sich oben rechts befindet, können Sie markierte, noch nicht quittierte Einträge manuell auf "Empfangen/Quittiert" setzen. Vor der Ausführung erscheint eine Sicherheitsabfrage mit der Anzahl der betroffenen Einträge. Standardmäßig ist der Fokus auf "Nein" eingestellt. Wir weisen darauf hin, dass diese Funktion nur nach Rücksprache mit der zuständigen Datenannahmestelle (DAS) durchgeführt werden sollte.

Änderungen im DMP-Export
Nach Ausführung von "Daten prüfen" im Vorgang "DMP-Export" wird neben dem umbenannten Button "Export starten" (vormals "Start Export") der neue Button "KIM-Versand starten" angezeigt.

Weitere Änderungen:
- Das Exportverzeichnis öffnet sich nach einem erfolgreichen Export nur noch automatisch, wenn mindestens ein Paket an eine Annahmestelle ohne KIM-Adresse geht.
- Nach erfolgreichem KIM-Versand werden die zugehörigen Exportdateien automatisch gelöscht. Sollte die Annahmestelle über keine KIM-Adresse verfügen oder der Versand fehlschlagen, so bleiben die Export-Daten erhalten. Versendete Dateien sind danach im KIM-Nachrichten-Center sichtbar.
- Bitte beachten Sie, dass ein bereits als "versendet" markiertes eDMP-Dokument nicht erneut versendet werden kann. Erst nach einem neuen DMP-Export ist ein erneuter Versand möglich.
Hinweismeldungen bei nicht möglichem Versand
Sofern ein DMP-Paket nicht per KIM versendet werden kann, erscheint eine entsprechende Hinweismeldung.
Das DMP-Paket für die Annahmestelle Name konnte nicht per KIM versendet werden. Die Annahmestelle Name hat uns keine KIM-Adresse angegeben. Das DMP-Paket muss wie bisher manuell hochgeladen werden.

Das DMP-Paket für die Annahmestelle Name konnte nicht per KIM versendet werden. Probieren Sie den Versand zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Eintrag in der eAkte
Der letzte zu einem eDMP-Export gehörende eAkten-Eintrag zeigt den "Versendet-Status" mit dem gewohnten farbigen e-Icon an (analog zu den eAU-Einträgen), ergänzt um den Text "versendet" – z. B. "fehlerfrei, gedruckt, exportiert, versendet".

Datenannahmestellen-Stamm
Die KIM-Adresse der jeweiligen Annahmestelle wird nun zusätzlich in der Anzeige des Datenannahmestellen-Stamms angezeigt.

ePA Zugriff jetzt auch für Privatpatienten
Ein Zugriff auf die ePA ist nun auch möglich, wenn bei dem Privatpatienten in den Behandlungsfalldaten eine Versicherungsnummer vorhanden ist und er seine ePA in der Krankenkassen-App (FdV-Frontend des Versicherten) freigegeben hat. Voraussetzung ist, dass die entsprechende Krankenkasse diese Funktion zur Verfügung stellt. Erfüllt der Patient eine der Voraussetzungen nicht, erscheint die folgende Meldung.

Für gesetzlich Versicherte gilt nach wie vor, dass sie sich für die Berechtigung zur 90-tägigen Nutzung der Akte mit der eGK ausweisen müssen. Gesetzlich Versicherte können jedoch auch über ihre Krankenkassen-App (FdV) einen unbegrenzten Zugriff auf die ePA zulassen, ohne die eGK vorlegen zu müssen.
Verordnungen "außer Vertrieb" ausblenden
Innerhalb der Reiter "Eigene" und "AMDB" können nun die Verordnungen, die mit dem Zusatz "außer Vertrieb" gekennzeichnet sind, ausgeblendet werden. Um diese Einstellung vorzunehmen, rufen Sie über das "Hauptmenü" die "Einstellungen" auf. Sie finden den neuen Einstellungspunkt unter den "Einstellungen" > "Rezepte" > "Allgemein":
oKFE-ZKP-Bogen – Mapping auf Muster 39
Bei der Krebsfrüherkennungsuntersuchung Zervix-Karzinom (Muster 39) werden künftig Angaben aus dem im Rahmen des organisierten Krebsfrüherkennungsprogramms (oKFE) ausgefüllten ZKP-Bogen automatisch in das Formular Muster 39 übernommen. Dadurch entfällt die doppelte Erfassung identischer Angaben in beiden Dokumenten. Grundlage für das Mapping sind die von der oKFE-Datenbank vorgegebenen Bogenfelder des ZKP-Bogens. Übernommen werden ausschließlich die Feldbereiche, die inhaltlich einem Feld auf Muster 39 entsprechen.
Mapping-Übersicht
Die folgenden Screenshots zeigen, welche Bereiche des ZKP-Bogens in welche Bereiche von Muster 39 übernommen werden. Die blau eingerahmten Feldbereiche kennzeichnen dabei jeweils die Felder, für die ein Mapping existiert.
Muster 39 – Zielfelder für die Übernahme:

oKFE-ZKP-Bogen, Seite 1 – Quellfelder:

oKFE-ZKP-Bogen, Seite 2 – Quellfelder:

Nur die blau markierten Feldbereiche des ZKP-Bogens werden in die entsprechend blau markierten Bereiche von Muster 39 übernommen. Alle übrigen Felder des ZKP-Bogens fließen nicht in das Mapping ein, da für sie keine Vorgabe der oKFE-Datenbank-Bogenfelder besteht.
Bitte beachten Sie, dass der oKFE-ZKP-Bogen immer zuerst durch Abrechnen der Ziffer 01761 in der Leistungserfassung geöffnet, ausgefüllt und gespeichert werden muss. Nur so können die Daten beim Öffnen des Krebsvorsorgeformulars für Frauen (Muster 39) übernommen werden.
Weitere Änderungen in diesem T2med-Update:
ATC2ICD - Pilotprojekt
- Die Erfassung fehlender Diagnosen beim Verordnungsabschluss ist nun aktiviert. Wird eine Verordnung ohne vorliegende und passende Diagnose ausgestellt, wird der Benutzer über einen Dialog darauf hingewiesen. Über den Dialog ist eine Nachtragung von Diagnosen über den Diagnose-Stellen-Vorgang möglich. Diese Meldung erscheint nur bei Verordnungen aus der AMDB; nicht bei Freitextverordnungen oder Wirkstoffverordnungen. In den "Einstellungen" unter "Allgemein" > "Diagnosen" kann die Prüfung deaktiviert werden. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiv.
- Unter dem Hauptmenüpunkt "Suchen" gibt es einen neuen Vorgang: "ATC2ICD-Prüflauf". Hier können fehlende Diagnosen ermittelt werden. Diese Suche bezieht sich nur auf Verordnungen aus der AMDB, nicht auf Freitextverordnungen oder Wirkstoffverordnungen.
DALE-UV
- Der neue Datenstamm der Unfallversicherungsträger (UVT) für das Quartal Q2/2026 wurde übernommen.
DMP
- Der Dokumentationsparameter "Diabetesbezogene stationäre Einweisung" (bisher Feld 23, Abschnitt Behandlungsplanung, Ausprägungen Ja/Nein/Veranlasst) wurde aus Gründen der Datensparsamkeit in den Dokumentationen DM1 und DM2 zum 01.10.2026 vom G-BA gestrichen und fällt somit weg.
eArztbrief
- Bei der Erstellung von eArztbriefen können jetzt mehrere Adressaten angegeben werden.
- Duplikationen von Laborbefunden wurden behoben, wenn diese wiederholt angehängt werden.
- In der eArztbrief-Übersicht wurde ein Fehler behoben, durch den der Absender nicht angezeigt wurde.
eRezept
- Mit der Lieferung der neuen FHIR-Profile der KBV werden die neuen Dosierschemata berücksichtigt. Des Weiteren ist die Angabe der Dosiereinheit (z. B. Stück, Tropfen, Sprühstoß etc.) nun verpflichtend und nicht mehr optional. Die Angabe von Brüchen ist nicht mehr zulässig und muss als Dezimalzahl erfolgen (1/2 = 0,5).
ImpfDocNE
- Eine neue ImpfDocNE Version (3.27.11) ist übernommen. Die Release-Notes finden Sie unter Release-Notes 3.27.11.
KIM
- Bei der Erstellung von KIM-Nachrichten werden die Adressaten vor dem Versand auf Korrektheit und Existenz geprüft. Außerdem wird die erlaubte Anhangsgröße überprüft. Wichtig: Eine Verbindung zum Verzeichnisdienst muss bestehen.
- Lokal gespeicherte KIM-Adressen (Ärzteverzeichnis) werden täglich auf ihre Korrektheit geprüft. Sollte eine Adresse nicht mehr im VZD vorliegen, wird sie aus dem Ärzteverzeichnis gelöscht oder nach erfolgreicher Nachprüfung über den Arzteintrag (Vorname, Nachname) aktualisiert.
- Im KIM-Nachrichteneingang gibt es einen neuen MDN-Status: "Teilweise empfangen". Dieser wird bei mehreren Adressaten gesetzt und existiert, bis alle Adressaten eine MDN verschickt haben. Der Farbcode des Status ist lila.
Muster 52
- "Bericht für die Krankenkasse bei Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit" (Muster 52) übernimmt nun den Beruf und die wöchentliche Arbeitszeit, wenn diese Informationen in den strukturierten Daten unter Beruf hinterlegt wurden.
Terminkalender
- Bei der Online-Terminbuchung kann die Versicherung nun ausgeblendet werden.
- Die Terminkalender-Ansicht wird pro Benutzer gespeichert.
- Wenn ein neuer Benutzer angelegt wird, ist die Filterauswahl leer und die Termintypen und -zusammenstellungen können individuell zugeordnet werden.
- Die Wochentage werden in der Monatsansicht wieder direkt angezeigt.
- Die Terminliste des Patienten kann jetzt auch über den Shortcut
Strg+Taufgerufen werden.
Folgende Themen sind bei T2med in Arbeit
- arribaWeb
- ATC2ICD: Verknüpfung von ATC-Codes zu ICD10-Codes
- dgMP - digitale Medikationsplan
- Die nächsten Schritte der Designanpassungen: Neue Pins und neue Pin-Auswahl
- Dokumenteneingang mithilfe von KI automatisieren
- eArztbriefübersicht mit Stapelverarbeitung
- eAU-Ausdruck: Umstellung auf Openhtml to pdf
- eDMP: Übertragung über KIM
- Export / Import CheckUps
- Externe FHIR-API
- PatMed 2.0
- T-Rezept als eRezept
- Überarbeitung der Onlinehilfe im Zusammenhang mit dem neuen Design